Rosa-Schlösser sind nicht nur Blumenbeete. Dies sind kulturelle Landschaften, in denen die Geschichte der Menschheit von den alten Königen bis zur modernen Monarchie widergespiegelt wird. Rosengärten wurden als Symbole des Paradieses, politischer Macht, wissenschaftlicher Erkenntnis oder einfach als Hommage an die Schönheit angelegt. In diesem Artikel werden wir eine Wanderung durch die berühmtesten Rosengärten der Welt unternehmen und erfahren, welche Rolle sie in verschiedenen Epochen gespielt haben. Persische Gärten: Paradies auf Erden Die Heimat der kulturellen Rose ist Persien (heute Iran). Hier wurden vor vielen Jahrhunderten vor unserer Zeitrechnung «Paradiese» angelegt — geschlossene Gärten mit Brunnen und Rosen. Man glaubte, dass die Rose ein Symbol des göttlichen Lichts ist. Der Rosengarten («gulistan») war ein Ort philosophischer Gespräche, poetischer Lesungen und Erholung. Der berühmte persische Teppich mit dem Gartenmotiv (wakh) wiederholt die Struktur eines echten Gartens mit vier Wasserkanälen, die den Bereich in Abschnitte teilen. Die in einem solchen Garten gepflanzten Rosen sollten alle Sinne erfreuen: Sehen (Farbe), Riechen (Geruch), Hören (Plätschern des Wassers). Antikes Rom: Rosen für die Patrizier Die Römer übernahmen die Liebe zu den Rosen von den Griechen, aber übertrafen sie im Umfang. Im 1. Jahrhundert n. Chr. entstanden in den Vororten Roms ganze «Rosenfelder» (Rosetum), die die Hauptstadt mit Blumen für Feste, Kränze und Parfüms versorgten. Die Gärten der römischen Aristokraten (z.B. die Gärten des Sallustius) waren so dicht mit Rosen bepflanzt, dass Petronius schrieb: «Wir ertrinken in Blütenblättern». Mit dem Fall Roms kamen diese Gärten in Vergessenheit, aber die Tradition blieb in Klöstern erhalten, wo Rosen für die Dekoration der Altäre und zur Gewinnung von Rosenduft (Heilmittel) angebaut wurden. Gärten des Mittelalters in Europa: Rose als Heilmittel und Symbol der Jungfrau Maria In den Klostergärten hatten Rosen einen eh ...
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